Geschichte der Fotografie
Eine "Lochkamera" entsteht - die camera obscura
Alles begann mit der sogenannten "camera obscura" der Begriff wurde v.a. von Johannes Keppler geprägt) was nichts anderes heißt als "Dunkle Kammer". Im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen Kasten, an welchem an einer Wand ein kleines Loch angebracht ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kastens projizierte sich (umgekehrt) dann das durch das Loch einfallende Licht an die Wand.

Zum einen diente sie als Zeichenhilfe, war andererseits aber auch aufgrund ihrer ausgefallenen physikalischen Funktionsweise eine Attraktion. In England baute man sogar begehbare Modelle der
"Camera obscura".
Zum einen diente sie als Zeichenhilfe, war andererseits aber auch aufgrund ihrer ausgefallenen physikalischen Funktionsweise eine Attraktion. In England baute man sogar begehbare Modelle der "Camera
obscura".
Das erste Foto der Welt - mit sage und schreibe 8 Stunden BelichtungszeitLouis Jacques Mandé Daguerre verwendete ein paar Jahre später ein noch besseres Verfahren, indem er die Fotografien mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen entwickelte und anschließend einer Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung unterzog (die sog. "Daguerreotypie").
Diese auf Kupferplatten gebannten Bilder waren allesamt Unikate. Die Talbotypie (benannt nach William Henry Fox Talbot) machte es dann wenig später möglich, Negative herzustellen und daraus Positive zu entwickeln. Das machte es leicht Fotos zu vervielfältigen. Bisher war jedes Bild lediglich ein Unikat. Damit war der Siegeszug der Fotografie praktisch eingeleitet: Das aufstrebende Bürgertum und die Möglichkeit der massenhaften Vervielfältigung ebneten dafür den Weg. Portraitaufnahmen erfreuten sich nun zunehmend auch außerhalb adeliger Schichten wachsender Beliebtheit. Die immer noch langen Belichtungszeiten forderten jedoch von Fotografen und Fotografierten äußerste Disziplin ab.
Von analoger zu digitaler Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts machte die Fotografie große Schritte in ihrer Entwicklung. Der Zelluloidfilm wurde erfunden (1887) und bessere Linsen (v.a. der Firma Zeiss) machten noch bessere Fotos mit kürzerer Belichtungszeit möglich. Bereits 1907 entwickelten die Gebrüder Lumières den ersten Farbfilm.