Tipps für perfekte Bilder
Schöne Fotos statt billig wirkender Schnappschüsse: die 20 besten Tipps –
von der Vorbereitung übers Fotografieren bis hin zum Optimieren am PC.
Dank automatischer Einstellungen und guter Menüs wird das Fotografieren mit Digitalkameras immer einfacher. Dennoch wollen die Bilder nicht jedes Mal so gelingen, wie man
es sich wünscht – das eigentlich spannende Motiv sieht langweilig aus, die schöne Alpenlandschaft ist viel zu dunkel geraten und das Familienporträt zu verschwommen.
Einfache, aber effektive Tipps helfen, schlechte Ergebnisse zu vermeiden oder zu verbessern. Ich habe für Dich die 20 hilfreichsten zusammengestellt; aufgeteilt in die Abschnitte «Vorbereitung»,
«Fotografieren» und «Zurück zu Hause».
Tipp zum Kamerakauf
Mit digitalen Spiegelreflexkameras
(DSLR) Schiesst Du bessere Fotos als mit den kompakten Knipsern. Zudem werden die Modelle mit jedem Jahr günstiger und handlicher.
Vorbereitung
Fotografieren beginnt vor dem Drücken des Auslösers. Bereiten Sie sich auf Reisen gut vor, damit Sie für jede Situation gewappnet sind.
Stabiler Sitz
Profis haben fast immer ein Stativ dabei, schliesslich sollen Bilder nicht
durch Wackeln ruiniert werden.
Doppelt genäht hält besser
Auf Reisen ist es manchmal tagelang unmöglich, den Akku aufzuladen. Ausserdem funktionieren die verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus mit einer konstanten Leistung, bis sie plötzlich innert kurzer Zeit unbrauchbar werden. Deshalb ist es beilangen Ausflügen empfehlenswert, stets einen zweiten, aufgeladenen Akku dabeizuhaben. Auch für Speicherkarten sollten Sie immer einen Ersatz griffbereit haben. Denn fällt diese in den Ferien einmal aus, ist es oft schwierig, eine neue zu organisieren. Entscheiden Sie sich für zwei kleinere statt für eine grosse Speicherkarte. Damit reduzieren Sie das Risiko, bei einem Defekt alle Bilder zu verlieren.
Welches Format?
Digitalkameras speichern Fotos standardmässig im JPG-Format ab. Es komprimiert die Bilder, was die Dateigrösse verringert und mehr Platz auf der Speicherkarte schafft. Die Sache hat allerdings
einen Haken: Je stärker ein Bild komprimiert
wird, desto schlechter die Qualität (siehe auch
nächster Tipp «Beste Qualität»).
Für Standardfotos reicht JPG dennoch aus. Möchten Sie die Bilder später auch optimal nachbearbeiten, empfiehlt sich hingegen der Einsatz des RAW-Formats. Dieses wird hauptsächlich von Spiegelreflexkameras unterstützt. Der Fotoapparat nimmt die Rohdaten des Bildsensors auf und speichert sie direkt ab. Die Kamera bereitet also die Daten nicht automatisch auf und komprimiert diese auch nicht. Damit gehen keine Informationen verloren. Erst auf dem Computer werden die Daten in ein Bild umgewandelt – und Sie können Einstellungen wie Schärfe, Farbton oder Kontrast manuell optimieren.
Beste Qualität
Generell empfiehlt es sich immer, so viele Bildinformationen wie nur möglich abzuspeichern. Wählen Sie deshalb die höchste Auflösung. Das anschliessende Verklenern von Fotos am PC stellt kein
Problem dar. Umso ärgerlicher ist es hingegen, wenn Sie das Bild in einer zu kleinen Auflösung speichern und es später gerne grösser gedruckt hätten.
Dasselbe gilt für die Kompressionsstufen, die Kameras beim Speichern im JPG-Format anbieten
(z.B. «Normal», «Fein» und «Superfein»). Investieren Sie besser ein paar Franken in eine neue Speicherkarte und wählen Sie dafür die höchste Auflösung und Qualitätsstufe.
Fotografieren
Nachdem Sie sich jetzt für Ihren Fototripp gut vorbereitet haben, geht es ans eigentliche Fotografieren. Mit unseren einfachen Tipps werten Sie Ihre Fotos deutlich auf.
Goldener Schnitt
Der Goldene Schnitt macht das Bild viel spannender
Der goldige Schnitt gilt in der Kunst als harmonischstes Verhältnis zwischen zwei Strecken. Der Einfachheit halber wird in der Fotografie aber oft von der Drittelregel gesprochen.
Und so wenden Sie diese an: Teilen Sie das Bild der Länge und Breite nach in drei gleiche Teile,
Platzieren Sie jetzt das wichtigste Motiv auf eine der Linien oder deren Schnittpunkte. Das Bild scheint angenehmer und spannender, als wenn das Hauptmotiv in der Mitte liegen würde. Einige Kameras
bieten sogar die Möglichkeit, das Gitternetz im Display einzublenden.
Genügend Reserven
Wählen Sie den Bildausschnitt nie zu knapp, sondern lassen Sie etwas Raum darum herum. Sie können den idealen Ausschnitt später am Computer festlegen. Dies ist besonders bei Architekturfotos sinnvoll, bei denen Sie das Bild eventuell entzerren oder ausrichten müssen. Dabei wird am Rand stets ein Stück des Fotos abgeschnitten.